Aktuelle Berichte

Juli 2016: Sommerrallye

Die Aktienmärkte sind stark in das zweite Halbjahr gestartet. Sorgte das alles beherrschende Thema „Brexit“ zu Monatsbeginn noch für Kursschwankungen, so konnten sich die Aktienmärkte im Monatsverlauf davon freischwimmen und die Sommerrallye wurde eingeläutet. Mit einem positiven Aktienmarktumfeld hätten wohl die wenigsten gerechnet, doch nach der ersten großen Verunsicherung ist der mögliche EU-Austritt der Briten zunächst abgearbeitet und erst einmal wieder in den Hintergrund getreten. Ein gutes Beispiel dafür, wie kurzlebig an der Börse auf politische Ereignisse reagiert wird.

Gerade solch kurzfristige Einflussfaktoren machen die Marktbewegungen oftmals rational nicht nachvollziehbar. Dennoch sind in den Kursen alle öffentlich verfügbaren Informationen enthalten und darüber hinaus spiegeln sie auch die Erwartungen der Marktteilnehmer über die zukünftige Entwicklung wider. So liegt der faire Preis immer auf dem Kursniveau, zu dem die Nachfrage der Käufer auf ein Angebot von Verkäufern trifft, die bereit sind, sich von ihren Anteilen zu trennen. Übersteigt die Nachfrage das Angebot kontinuierlich, gewinnen die Kurse an Fahrt und es entwickelt sich Momentum. Auf diese Weise bilden sich schließlich Trends aus, die wir in unseren Anlagestrategien prozyklisch über Investitionen in ETFs nutzen.

 

Charttechnik verbessert sich

Charttechnisch hat sich das Bild an den Aktienmärkten zuletzt deutlich verbessert, so konnten die nordamerikanischen Aktienmärkte neue Rekordstände erzielen und auch die Schwellenländer notieren mittlerweile wieder stabil über ihren langfristigen Durchschnittslinien, die nun wiederum eine gute Unterstützung bieten sollten. Das ist den europäischen und japanischen Aktienmärkten bis dato noch nicht wieder gelungen, dennoch zeigt sich auch hier eine zunehmend positive Dynamik in der Kursentwicklung.

 

Aktienquoten steigen

Die Ausbildung positiver Trends an den Aktienmärkten führte dazu, dass die Aktienquoten in den vermögensverwaltenden ETF-Strategien STARS Defensiv, Flexibel und Offensiv deutlich erhöht wurden. Den Schwerpunkt in der Aktienquote machen dabei weiterhin die nordamerikanischen Aktienmärkte aus. Darüber hinaus sind die Schwellenländer stärker gewichtet. In Europa sind die Aktienquoten allerdings noch nicht wieder voll ausgeschöpft, da hier noch keine mittelfristigen Kaufsignale vorliegen. Bei Anleihen kommen europäische und internationale Renten-ETFs als stabile Portfolio-Komponente zum Einsatz. Neben Unternehmensanleihen wird dabei auch in Staatsanleihen und inflationsgeschützte Renten-ETFs investiert. Darüber hinaus wurden Positionen in höherverzinslichen Renten-ETFs der Schwellenländer aufgebaut. Breit gestreute Investitionen in die Anlageklasse Rohstoffe dienen der Beimischung. Der US-Dollar pendelt weiterhin in einer breiten Range zwischen 1,05 und 1,15 US-Dollar je Euro. Ein klarer Trend lässt sich im Wechselkurs der beiden Währungen derzeit nicht ausmachen.

 

 

Faktor-Investing

Die auf Anlagestile ausgerichtete STARS Multi-Faktor Strategie ist bereits seit Juni voll in den Aktienmärkten investiert. Dabei wurde vornehmlich in Dividenden- und Low Volatility ETFs investiert. Darüber hinaus kamen im Juli der globale Momentum-Faktor und über den S&P500 Equal Weight auch der Size-Faktor zum Einsatz. Über die Gleichgewichtung der nach Marktkapitalisierung größten nordamerikanischen Titel des S&P500 Index erhalten im S&P500 Equal Weight Index automatisch diejenigen Werte mit einer geringeren Marktkapitalisierung eine höhere Gewichtung als im klassischen Index. Das führt schließlich bewusst zu dem sogenannten „Size Faktor“, der auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut, dass sich die Aktien kleinerer Unternehmen aufgrund zusätzlicher Risiken langfristig besser entwickeln können als der breite Markt. Neben Faktor-ETFs mit globaler Ausrichtung setzen wir bei der regelbasiert gemanagten SC Fonds STARS Multi-Faktor-Strategie derzeit insbesondere auf Faktoren in den nordamerikanischen Aktienmärkten und in den Schwellenländern.

 

Ausblick

Während sich die nordamerikanischen Aktienmärkte mit dem Erreichen der neuen Rekordhochs kurzfristig auch eine Konsolidierung leisten könnten, kommt es in Europa und Japan nun darauf an, die langfristigen Durchschnittslinien nach oben zu durchbrechen, um weiteres nachhaltiges Kurspotential auszubilden. Die auf Hochtouren laufende Berichtssaison der Unternehmen könnte für die notwendigen Impulse sorgen.

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